Nachdem ganz entspannt erst um halb 9 geweckt wurde, kam, als man sich im Storyzimmer traf, die schockierende Nachricht ein: Im minilympischen Dorf hatte es einen Wasserrohrbruch gegeben und alle Zimmer mussten das Dorf verlassen!

Deshalb waren die Aufgaben der einzelnen Gruppen für den Vormittag sowohl ihre Rucksäcke zu packen und eine genaue Route und mögliche Programmpunkte für die Zeit außerhalb des Hauses zu planen als auch sich zu überlegen, wie man am besten eine Rohrkonstruktion bauen könnte, um den Schaden an den Wasserrohren wieder zu reparieren.

Nachdem sich alle Athleten beim Mittagessen mit Lasagne für die große Wandertour gestärkt hatten, ging es auch schon los. Mit großen Wanderrucksäcken, Schlaf- und Isomatten ausgestattet, starteten die einzelnen Zimmer ihr Außenlager.

Während die meisten hauptsächlich ihren Schlafplatz als Ziel anpeilten, ging es für das ältere Jungs-Zimmer erst einmal ins 14km entfernte Freibad, wo sich alle im Wellenbad und auf der Rutsche austoben konnten. Die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz erwies sich für diese Gruppe dann als deutlich schwieriger und man entschied sich nach einer unfreiwilligen Nachtwanderung dafür, einfach draußen zu schlafen.

Für die älteren Mädels führte der Weg in die „Weltmetropole“ Rettert. Auch hier war nur ein Schlafplatz draußen auffindbar, weshalb sie gemeinsam auf einem Feld übernachteten. Trotz allem hatte die Gruppe sehr viel Spaß bei ihrer Tour, auch wenn der Bäckerwagen, zu dem sie eigentlich gehen wollten, um sich ein tolles Frühstück zu machen, Dienstags nicht kam.

Anders ging es bei dem Zimmer der kleinen Jungs zu. Der Bürgermeister von Bremberg höchstpersönlich schloss der Gruppe die Tür zum Rathaus, in dem gleichzeitig auch die Feuerwehr untergebracht war, auf und lud sie sogar noch auf eine Cola ein! Dort ließ es sich sehr gut schlafen, jedoch nicht bevor eine ganze Weile lang Würfel- und Kartenspiele gespielt worden waren.

Noch luxuriöser ging es beim Zimmer der kleinen Mädels zu. Sie hatten einen schönen Schlafplatz im Heu bei einer Frau gefunden, die gerne Wanderer, Radfahrer oder Wanderreiter aufnimmt und wurden dort außerordentlich verwöhnt. Anstatt des vorgesehenen Vespers wurde ihnen eine leckere Portion Spaghetti serviert, sowie zum Nachtisch Mirabellenkuchen und zum Frühstück Obstsalat – und alles mit selbst angebauten Früchten! So beendeten sie den Tag mit Trampolin springen, schaukeln und lustigen Spielen.

Am nächsten morgen hieß es dann für die Zimmer wieder, den Rückzug anzutreten und sich auf den Heimweg zu machen. Im minilympischen Dorf wieder angekommen, wurden die hungrigen Wanderer, nachdem sie von Tabea und der Küche begrüßt worden waren, mit leckeren Burgern verköstigt. Im Anschluss an das Mittagessen ging dann das Entspannungsprogramm los. Statt actionreichen Geländespielen oder anstrengenden Stationsläufen sammelte sich die gesamte Mannschaft, um sich gemeinsam den Film „Asterix bei den olympischen Spielen“ anzuschauen.

Abends wurde gemeinsam draußen auf der Wiese Gottesdienst gefeiert, für den jedes Zimmer im Laufe des Tages zwei Fürbitten geschrieben hatte und diese nun vortragen durfte. Mit der Gute-Nacht-Geschichte über den kleinen Drachen Kokosnuss klang der Tag ruhig aus und alle fielen danach, vom Außenlager geplättet, so müde in ihre Betten, dass die zweite und dritte Nachtwachenschicht sogar ihren Dienst verschlief. Zum Glück kam keiner, um unsere Fahne zu klauen!

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